Dieser Workshop hat am Sonntag, 1.Oktober, von 15.00 bis 18.00 Uhr
stattgefunden. Die Ergebnisse der Diskussion könnt ihr auf der rechten
Seite lesen.
Experten in diesem Workshop:
Ndere
Kids, Uganda
Hier könnt Ihr Vorschläge für weitere Themen machen:
Mein Vorschlag |
Ergebnisse der Diskussion:
Protokoll Workshop Kinderarmut
Neben den Teilnehmern des Kindergipfels nahmen an diesem
Workshop auch eine Gruppe aus Uganda teil, was zu interessanten Gesprächen über
Ansichten der Definition von Armut führten. Gleich nach der Wahl der
Moderatoren ging es los mit den 1. Abschnitt.
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Ein großes Plakat auf dem der Satz: "Kinderarmut,
ein Thema für mich?" geschrieben war, wurde ausgelegt. Die Teilnehmer
waren nun aufgefordert, bei diesen sogenannten "Mind-Map"-Verfahren
ihre Meinung in Form von Sätzen oder Stichworten zur oben genannten Frage,
aber auch zu Meinungen der anderen auf das Plakat zu schreiben. Hierbei ergaben
sich folgende Schwerpunkte der Themenfindung:
- immer mehr ansteigende Unterschiede zwischen Arm und Reich
- bessere Hygiene & medizinische Versorgung
- bessere Unterstützung für Bildungssystem in Entwicklungsländern
Nach dieser 1. Runde, wurde der Begriff "Armut" nochmals eingegrenzt
und sollte nun von den Teilnehmern näher definiert werden. Zuvor wurde
jedoch eine Erklärung der unterschiedlichen Auffassungen von Armut gegeben:
In Deutschland, wo auch 10% der Kinder unter den sozialen Grenzwert leben, ist
Armut eher nach Haben und Nichthaben luxuriöser Artikel definiert. Außerdem
ist "arm sein" ein großes Tabu und man versucht durch Kredite
oder Klauen(Häufig bei Kindern & Jugendlichen) den Schein nach außen
zu waren. In Uganda leben fast 7 Millionen Kinder in Armut und ohne Eltern. Hier
heißt "Armut" der tägliche Kampf um Grundbedürfnisse,
wie etwas zu essen oder einen Platz für die Nacht. Beim folgenden "Mind-Map"
zum Thema Armut, traten besonders verstärkt folgende Meinungen auf:
Materielle:
- Nichterfüllung der Grundbedürfnisse
- Wenn jemand nur leben kann, wenn er arbeitet (als Kind) - Wenn jemand
keine Möglichkeit zur Bildung hat
Geistige:
- Keine Liebe - Wenn man nicht in Freiheit
leben kann
Nach diesen beiden Arbeitsschritten und nach dem
informativen Austausch von Vorschlägen und Ansichten, sollten die
Teilnehmer 4 Forderungen auf Karten schreiben; dies zu 4 Themen:
A) Forderungen an die Politiker (international)
B) Forderung an uns selbst (international)
C) Forderung an die Politiker (national)
D) Forderung an uns selbst (national)
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Nachdem die wichtigsten und dringensten Forderungen
sortiert wurden, fand eine Abstimmung über die jeweiligen Forderungen
statt, welche in den Zukunftsvertrag zum Thema Armut gestellt werden:
1) Politik (international)
- Schuldenerlass für
Entwicklungsländer - Friedenssicherung
- Fairer Handel
2) an uns (international)
- faire Preise
akzeptieren - selber Aktionen und Gespräche starten, um die anderen über
das Thema aufzuklären - dafür kämpfen, dass andere Länder/Leute
gleichberechtigt behandelt werden.
3) Politik (national)
- mehr finanzielle Hilfe für
Familien - mehr finanzielle und soziale Hilfe, sowie Gleichberechtigung für
Flüchtlinge - mehr finanzielle Hilfe für Organisationen die gegen
Kinderarmut ankämpfen - Steuernachlass für ärmere Familien
4) an uns (national)
- mehr Aktionen für
Kinder, die sich nicht viel leisten können, zu starten - mehr Verständnis
für nicht so wohlhabende Familien haben  |