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Grußworte aus Ministerien - Unsere Gäste - Unterstützer des Kindergipfels - Der Zukunftsvertrag 2002

Antworten auf den Zukunftsvertrag 2002

Click here for the english summary of the Childrens Summit 2002

Der Kindergipfel 2002:

Workshopthema 8: Gleiche Rechte für alle - auch für uns! Zum Thema Kinderrechte

Expertin: Angelika Thomsen, Stadt Glinde
Ein Statement dazu von Frederik Düpmeier als Buchbeilage für das deutsche Buch der Nachhaltigkeit.

Kinderrechte

"Spielen am Haus: Die Jury bei der Arbeit"

Wie im Elften Kinder- und Jugendbericht der zuständigen Sachverständigen Kommision der Bundesregierung vermerkt, "erheben Kinder zurecht einen Anspruch darauf, dass ihre Formen gesellschaftlichen Engagements nicht lediglich aus einer Defizitperspektive betrachtet, sondern als ihr spezifischer Beitrag zur Gestaltung des Gemeinwesens anerkannt werden. Es geht schließlich um die Gestaltung ihrer eigenen Zukunft."

Daher dürfen sich "Maßnahmen zur Stärkung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nicht auf die symbolische Ebene beschränken." heisst es weiter im Bericht. "Sie entfalten nur dann Wirkung, wenn die Erwachsenen bereit sind, die wachsende Verantwortungsbereitschaft und -fähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu fördern, ihnen Entscheidungsbefugnisse eröffnen und ihre berechtigten Interessen und Motive angemessen berücksichtigen." Diese Kernaussage des Elften Kinder- und Jugenberichtes belegt, wie wichtig der Kommission eine aktive Beteiligung der Kinder- und Jugendlichen in allen Fragen der Politik und des gesellschaftlichen Lebens ist, die sie selbst betreffen. Die Kommission sieht insbesondere im Bereich der Kommunen gute Chancen, Kinder und Jugendliche in konkrete Entscheidungen mit einzubeziehen, "denn die Idee der Selbstverwaltung der Bürgerinnen und Bürger gestattet, ja erfordert geradezu die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen." Diese Forderung ist allerdings noch längst nicht gängige Praxis. Sie muss dagegen von uns Kindern und Jugendlichen ständig aufs Neue eingefordert werden. Es gibt aber auch positive Beispiele. So wurde in Karlsruhe beim Bau der neuen Kinderklinik eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen mit in die Planungs- und Realisierungsphase einbezogen oder eine Gruppe von Kindern in die Jury eines stadtweiten Wettbewerbs "Spielen am Haus" oder "Voll eins aufs Ohr", einer Aktion gegen rechts, gewählt.

Das Recht der Kinder zur Mitbestimmung und Mitgestaltung ihrer eigenen Zukunft ist aber nur eines der Kinderrechte, das die Kinder- und Jugendkommission einfordert. In einem 10-Punkte-Katalog am Ende des Elften Kinder- und Jugendberichts werden weitere Punkte genannt, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Eine der Hauptforderungen dabei ist die Umsetzung qualifizierter Bildungsangebote, die eine solide Ausbildung mit gleichen Chancen für alle, und einer Beschäftigungsgarantie in zukunftsträchtigen Berufen ermöglichen. Hierzu muss vor allem die Qualität der Ausbildung an den Schulen verbessert werden. Dabei sind die kommunikativen, mitbestimmenden und teamorientierten Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen gegenüber dem reinen Erlernen von Wissen stärker zu fördern, da diese Eigenschaften schon heute in der Berufswelt eine sehr große Rolle spielen.

Diese sozialen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen, die bereits jetzt eine große Rolle in der modernen Gesellschaft spielen, lassen sich aber auch ideal in außerschulischen Verbänden und Vereinen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit fördern. Die Politik ist hier aufgefordert, die Jugendarbeit in Verbänden und Vereinen wieder stärker zu fördern. Die Verbände und Vereine, insbesondere die Natufreundejugend Deutschland, werden hierdurch aufgefordert, ihre Ideen für Kinder- und Jugendrechte mit noch mehr Nachdruck zu vertreten.


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