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Experte: Wilhelm Bartels,
Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden,
Hamburg
Frieden, mehr als nur ein Wort?Was bedeutet Frieden eigentlich? Ist Frieden nicht das Mit- und Nebeneinanderleben von Völkern, Kulturen und Menschen? Ist Frieden nicht ein Zustand, in dem jegliche Bedrohung durch jemanden anderes fehlt? Sollte dies nicht ein Ziel für jeden Menschen und jedes Land sein? Wir Kinder denken schon. Viele, wenn nicht sogar alle Politiker und Bürger teilen diese Auffassung. Doch nach unserer Meinung haben viele eine Sache noch nicht verstanden: Frieden kann nicht durch Waffen und andere Gewalt geschaffen werden. "Wer die Faust ballt, kann nicht die Hand reichen." (Gandhi) Wir wünschen uns deshalb von den Politikern, dass diese sich stärker für friedliche Konfliktlösungen einsetzen. Durch einen Krieg kann nur ein "oberflächlicher Frieden" geschaffen werden. Die Ursachen, die zu den Konflikten geführt haben, bleiben weiter bestehen. Dies wird im Moment wieder in Jugoslawien und Afghanistan deutlich. Aber auch Kriege aus der Vergangenheit haben dies deutlich gezeigt. Die Opfer von Kriegen sind meistens die, die gar nichts zu den gewaltreichen Konflikten beigetragen haben: Die Kinder. Alle Länder außer Somalia und den USA haben die UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben. Damit haben sie sich verpflichtet, für das Wohl und die Sicherheit der Kinder zu sorgen. Trotzdem verkaufen sie z.B. Waffen in Krisengebiete. Die Länder machen sich damit selber unglaubwürdig. Bei allen Kriegen, sollten die innenpolitischen Probleme Deutschlands, die ein friedliches Miteinander verhindern, nicht vergessen sondern bekämpft werden. Wir denken dabei an Probleme wie Fremdenfeindlichkeit, Gewalt unter Jugendlichen, Gewalt von Erwachsenen gegen Kinder usw. Es sollte eine Aufgabe sein, diese großen Probleme nicht unter den Tisch zu kehren, sondern ihnen vorzubeugen. Unserer Meinung nach sollten Kinder schon früh den friedlichen Umgang mit ihren Mitmenschen lernen. Doch einen Erfolg dadurch zu erzielen ist schwer, wenn sie gleichzeitig durch das Fernsehen und durch Computerspiele lernen, dass der gewinnt der am meisten Menschen abschießt. Auch Waffenspielzeuge tragen ihren Teil dazu bei. Daher finden wir es wichtig, dass Spielzeug, das zu Gewaltbereitschaft führen kann, verboten wird. Außerdem halten wir es für wichtig, dass die Friedenserziehung und der Umgang mit anderen Kulturen im Vordergrund der Aufgaben von Kin-dergarten und Schule stehen. Sonst wir Frieden in all seinen Bedeutungen nur ein Wort bleiben! Ihr habt auch eine Geschichte, eine Idee, einen Wunsch zum Thema? Ihr wolltet immer schon mal etwas dazu sagen? Her damit, wir stellen es dann online! Mailt an uns unter mail@kindergipfel.de oder schreibt an die Naturfreundejugend Deutschlands, Stichwort "Meine Idee", Haus Humboldtstein, 53424 Remagen |