Der Kindergipfel 2002

- Der Zukunftsvertrag 2002-

 
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Der Zukunftsvertrag 2002 - Antworten auf den Zukunftsvertrag 2002

Click here for the english summary of the Childrens Summit 2002

Kinderpressezentrum

im Kiek-In


Mittwoch

Übersicht
Einrichtung
Begrüßung
Eröffnung
Diskussion:
Partizipation

Multivision
Berichte
Spieleabend
Liveübertragung


Donnerstag

Workshops

Radioteam
Chataktion

Fledermausexkursion

Fußball


Freitag

in der Stadthalle
Instrumentenbau und eine brasilianische Session
Pressekonferenz
Die Diskussion um den Zukunftsvertrag

Abschlussveranstaltung des statt-Theaters

Disko
Der Zukunftsvertrag 2002

 

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Antworten auf den Zukunftsvertrag

Gemeinsam für mehr Kinderrechte weltweit und vor Ort

Forderungen:

1. Flüchtlingskinder, die Hilfe benötigen, dürfen nicht abgeschoben werden und müssen die gleichen Rechte haben wie Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit.

2. Die Kinderrechte müssen in öffentlichen Einrichtungen (z.B. Schulen und Kindergärten) sichtbar aushängen und regelmäßig mit den Kindern besprochen werden.

3. Kinder müssen an ihrem Wohnort bei Entscheidungen, die sie betreffen, miteinbezogen werden und ein Stimmrecht haben.

4. Wir fordern Chancengleichheit im Schulsystem und bei der Ausbildungsplatzsuche. Die Wirtschaft muss sich engagieren, die Politik muss dabei die Wirtschaft fördern. Wir fordern die Einführung von rechtzeitiger, umfassender und sinnvoller Berufsberatung.

5. Wir fordern mindestens eine konkrete Ansprechperson für Kinder und Jugendliche in jeder Stadt.

Selbstverpflichtungen:

1. Wir werden verantwortungsbewusst einkaufen und Kinderarbeit in Fabriken nicht unterstützen.

2. Wir kennen unsere Rechte und werden unser Wissen an andere Kinder und Jugendliche weiter geben.

3. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Schule praxisorientierter wird.

4. Wir wollen von den Erwachsenen und Behörden zu Fragen, die Kinder angehen, gehört werden.

5. Wir wollen bei Streitigkeiten auf Kompromisse eingehen und diese auch akzeptieren.

6. Wir wollen versuchen eine Gruppe Jugendlicher zu gründen, die die Interessen der Jugendlichen vor Ort vertritt.


Gemeinsam für eine friedliche Welt

Forderungen:

1. Wir fordern von der deutschen Bundesregierung die Ablehnung von Militäreinsätzen ohne Zustimmung der UNO und dass sie sich für friedliche Konfliktlösungen einsetzt.

2. Wir fordern ein Waffenembargo für Krisengebiete in Nahost und anderswo.

3. Wir fordern, dass die Erziehung der Kinder in den Schulen und Kindergärten zu Toleranz und Gewaltlosigkeit im Vordergrund steht und auch in den Lehrplan aufgenommen wird.

Selbstverpflichtungen:

1. Wir verpflichten uns, uns an unseren Schulen für die Ausbildung von Streitschlichtern und anderen Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung einzusetzen.

2. Wir verpflichten uns, als Junge den Wehrdienst zu verweigern und als Mädchen uns nicht freiwillig für den Dienst an der Waffe zu melden.

3. Wir verpflichten uns, uns mit FreundInnen oder anderen Kindern und Jugendlichen mit den Themen Gewalt und Krieg auseinander zu setzen.


Gemeinsam mit AusländerInnen in Deutschland leben

Forderungen:

1. Interkulturelle Erziehung und Bildung (interreligiöser Dialog) müssen mehr und praxisorientierter in der Schule und in der Gesellschaft gefördert werden.

2. Wir fordern kostenlose Sprachkurse und Integrationshilfen.

Selbstverpflichtungen:

1. Wir verpflichten uns, Zivilcourage zu zeigen und wollen auch andere dazu ermutigen, Zivilcourage zu zeigen.

2. Wir wollen Freundschaften zu anderen Kulturen aufbauen.

3. Wir werden ausländische Kinder aufnehmen und ihnen dabei helfen, sich bei uns zurecht zu finden.


Gemeinsam für einen kinderfreundlicheren Verkehr

Forderungen:

1. Fahrradwege müssen besser vernetzt werden. Außerdem fordern wir besseren Fahrradtransport in Zügen.

2. Wir fordern die Beibehaltung der Ökosteuer. Ein Teil des eingenommenen Geldes soll der Förderung öffentlicher Verkehrsmittel und deren Ausbau zu Gute kommen.

3. Wir fordern, dass die Fahrtkosten von Bus, Bahn, S-Bahn usw. deutlich reduziert werden müssen, um öffentliche Verkehrsmittel für alle attraktiver zu machen.

4. Wir fordern bessere Busverbindungen mit passenderen Uhrzeiten.

Selbstverpflichtungen:

1. Wir verpflichten uns, so oft wie möglich die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu nutzen. Außerdem wollen wir andere Leute dazu anregen, dies ebenfalls zu tun.

2. Wir wollen die öffentlichen Verkehrsmittel sauber halten. Das heißt, dass wir z.B. keine Kaugummis unter Sitze kleben oder auf den Boden werfen.

3. Wir möchten unsere Eltern und andere Erwachsene dazu auffordern, langsamer und rücksichtsvoller zu fahren.

4. Wir wollen uns Mühe geben, in den Schulbussen nicht zu drängeln oder zu randalieren und Ordnung zu halten.


Gemeinsam für den Wald

Forderungen:

1. Wenn Leute Müll in den Wald werfen, müssen sie durch hohe Geldbußen bestraft werden.

2. Wir fordern, dass die PolitikerInnen unsere Wälder und Bäume schützen.

3. In den Wäldern gibt es zu wenig Ruhezonen für Tiere. Daher fordern wir von den PolitikerInnen, dass es mindestens eine Ruhezone in jedem Wald gibt.

Selbstverpflichtungen:

1. Wir verpflichten uns dazu, selbst keinen Müll in den Wald zu werfen und darauf zu achten, dass andere das nicht tun.

2. Wir verpflichten uns dazu, auf unsere Wälder und Bäume Acht zu geben, indem wir z.B. keine Äste abbrechen, nicht von den Wegen abkommen usw.

3. Wir verpflichten uns dazu, keine Tiere zu stören.


Gemeinsam für bessere Verpackungen und sinnvollere Energienutzung

Forderungen:

1. Wir fordern weniger und schadstofffreie Verpackungen wie auch recyclingfähige Elektrogeräte und den generellen Verzicht auf die Herstellung von Einwegflaschen.

2. Wir fordern mehr Aufklärung über Recycling, z.B. in der Werbung, durch einen Hinweis auf die Entsorgung oder auch die Thematisierung von Recycling im Chemieunterricht.

3. Wir fordern die Einberechnung der Entsorgungskosten in den Kaufpreis von Großgeräten (z.B. Kühlschrank).

4. Wir fordern, dass sich die PolitikerInnen mehr für Solarenergie, Windenergie und Wasserkraft einsetzen.

Selbstverpflichtungen:

1. Wir verpflichten uns, unseren Müll zu sortieren, grob zu reinigen und ordnungsgemäß zu entsorgen.

2. Wir verpflichten uns, schon beim Einkauf darauf zu achten, Müll zu vermeiden und z.B. nur noch Pfandflaschen zu kaufen.

3. Wir verpflichten uns, nur noch Umweltpapier zu verwenden, wenn es in gleicher Vielfalt und Qualität wie Weißpapier angeboten wird.

4. Wir verpflichten uns dazu, Strom zu sparen, indem wir z.B. keine Geräte auf Stand-by stehen lassen.

Der Kindergipfel ist ein Projekt der Naturfreundejugend Deutschlands
Letzte Änderung am 08.05.2002 durch Kinderpressezentrum
und am 10.06..2002 durch Nina Wettern