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Antworten auf den Zukunftsvertrag
Gemeinsam für mehr Kinderrechte weltweit und vor
Ort
Forderungen:
1. Flüchtlingskinder, die Hilfe benötigen,
dürfen nicht abgeschoben werden und müssen die gleichen Rechte haben
wie Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit.
2. Die Kinderrechte müssen in öffentlichen
Einrichtungen (z.B. Schulen und Kindergärten) sichtbar aushängen und
regelmäßig mit den Kindern besprochen werden.
3. Kinder müssen an ihrem Wohnort bei Entscheidungen, die
sie betreffen, miteinbezogen werden und ein Stimmrecht haben.
4. Wir fordern Chancengleichheit im Schulsystem und bei der
Ausbildungsplatzsuche. Die Wirtschaft muss sich engagieren, die Politik muss
dabei die Wirtschaft fördern. Wir fordern die Einführung von
rechtzeitiger, umfassender und sinnvoller Berufsberatung.
5. Wir fordern mindestens eine konkrete Ansprechperson für
Kinder und Jugendliche in jeder Stadt.
Selbstverpflichtungen:
1. Wir werden verantwortungsbewusst einkaufen und Kinderarbeit
in Fabriken nicht unterstützen.
2. Wir kennen unsere Rechte und werden unser Wissen an andere
Kinder und Jugendliche weiter geben.
3. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Schule
praxisorientierter wird.
4. Wir wollen von den Erwachsenen und Behörden zu Fragen,
die Kinder angehen, gehört werden.
5. Wir wollen bei Streitigkeiten auf Kompromisse eingehen und
diese auch akzeptieren.
6. Wir wollen versuchen eine Gruppe Jugendlicher zu
gründen, die die Interessen der Jugendlichen vor Ort
vertritt.
Gemeinsam für eine friedliche Welt
Forderungen:
1. Wir fordern von der deutschen Bundesregierung die Ablehnung
von Militäreinsätzen ohne Zustimmung der UNO und dass sie sich
für friedliche Konfliktlösungen einsetzt.
2. Wir fordern ein Waffenembargo für Krisengebiete in
Nahost und anderswo.
3. Wir fordern, dass die Erziehung der Kinder in den Schulen
und Kindergärten zu Toleranz und Gewaltlosigkeit im Vordergrund steht und
auch in den Lehrplan aufgenommen wird.
Selbstverpflichtungen:
1. Wir verpflichten uns, uns an unseren Schulen für die
Ausbildung von Streitschlichtern und anderen Möglichkeiten zur
Konfliktbewältigung einzusetzen.
2. Wir verpflichten uns, als Junge den Wehrdienst zu verweigern
und als Mädchen uns nicht freiwillig für den Dienst an der Waffe zu
melden.
3. Wir verpflichten uns, uns mit FreundInnen oder anderen
Kindern und Jugendlichen mit den Themen Gewalt und Krieg auseinander zu
setzen.
Gemeinsam mit AusländerInnen in Deutschland leben
Forderungen:
1. Interkulturelle Erziehung und Bildung (interreligiöser
Dialog) müssen mehr und praxisorientierter in der Schule und in der
Gesellschaft gefördert werden.
2. Wir fordern kostenlose Sprachkurse und
Integrationshilfen.
Selbstverpflichtungen:
1. Wir verpflichten uns, Zivilcourage zu zeigen und wollen auch
andere dazu ermutigen, Zivilcourage zu zeigen.
2. Wir wollen Freundschaften zu anderen Kulturen
aufbauen.
3. Wir werden ausländische Kinder aufnehmen und ihnen
dabei helfen, sich bei uns zurecht zu finden.
Gemeinsam für einen kinderfreundlicheren Verkehr
Forderungen:
1. Fahrradwege müssen besser vernetzt werden.
Außerdem fordern wir besseren Fahrradtransport in
Zügen.
2. Wir fordern die Beibehaltung der Ökosteuer. Ein Teil
des eingenommenen Geldes soll der Förderung öffentlicher
Verkehrsmittel und deren Ausbau zu Gute kommen.
3. Wir fordern, dass die Fahrtkosten von Bus, Bahn, S-Bahn usw.
deutlich reduziert werden müssen, um öffentliche Verkehrsmittel
für alle attraktiver zu machen.
4. Wir fordern bessere Busverbindungen mit passenderen
Uhrzeiten.
Selbstverpflichtungen:
1. Wir verpflichten uns, so oft wie möglich die
öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu nutzen. Außerdem
wollen wir andere Leute dazu anregen, dies ebenfalls zu tun.
2. Wir wollen die öffentlichen Verkehrsmittel sauber
halten. Das heißt, dass wir z.B. keine Kaugummis unter Sitze kleben oder
auf den Boden werfen.
3. Wir möchten unsere Eltern und andere Erwachsene dazu
auffordern, langsamer und rücksichtsvoller zu
fahren.
4. Wir wollen uns Mühe geben, in den Schulbussen nicht zu
drängeln oder zu randalieren und Ordnung zu halten.
Gemeinsam für den Wald
Forderungen:
1. Wenn Leute Müll in den Wald werfen, müssen sie
durch hohe Geldbußen bestraft werden.
2. Wir fordern, dass die PolitikerInnen unsere Wälder und
Bäume schützen.
3. In den Wäldern gibt es zu wenig Ruhezonen für
Tiere. Daher fordern wir von den PolitikerInnen, dass es mindestens eine
Ruhezone in jedem Wald gibt.
Selbstverpflichtungen:
1. Wir verpflichten uns dazu, selbst keinen Müll in den
Wald zu werfen und darauf zu achten, dass andere das nicht tun.
2. Wir verpflichten uns dazu, auf unsere Wälder und
Bäume Acht zu geben, indem wir z.B. keine Äste abbrechen, nicht von
den Wegen abkommen usw.
3. Wir verpflichten uns dazu, keine Tiere zu
stören.
Gemeinsam für bessere Verpackungen und sinnvollere
Energienutzung
Forderungen:
1. Wir fordern weniger und schadstofffreie Verpackungen wie
auch recyclingfähige Elektrogeräte und den generellen Verzicht auf
die Herstellung von Einwegflaschen.
2. Wir fordern mehr Aufklärung über Recycling, z.B.
in der Werbung, durch einen Hinweis auf die Entsorgung oder auch die
Thematisierung von Recycling im Chemieunterricht.
3. Wir fordern die Einberechnung der Entsorgungskosten in den
Kaufpreis von Großgeräten (z.B.
Kühlschrank).
4. Wir fordern, dass sich die PolitikerInnen mehr für
Solarenergie, Windenergie und Wasserkraft einsetzen.
Selbstverpflichtungen:
1. Wir verpflichten uns, unseren Müll zu sortieren, grob
zu reinigen und ordnungsgemäß zu entsorgen.
2. Wir verpflichten uns, schon beim Einkauf darauf zu achten,
Müll zu vermeiden und z.B. nur noch Pfandflaschen zu
kaufen.
3. Wir verpflichten uns, nur noch Umweltpapier zu verwenden,
wenn es in gleicher Vielfalt und Qualität wie Weißpapier angeboten
wird.
4. Wir verpflichten uns dazu, Strom zu sparen, indem wir z.B.
keine Geräte auf Stand-by stehen lassen. |