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Was man selber tun kann

Extra Rechte für Kinder? Ja!

Eure Rechte, die Ihr als Kinder in einem Staat haben sollt, wurden 1989 in einem Vertrag der Vereinten Nationen festgehalten. Deutschland unterzeichnete diesen Vertrag erst 1992 - besser spät als nie - und versprach damit, Eure Rechte in das deutsche Gesetz mit aufzunehmen. Leider haben die Erwachsenen manche für Euch Kinder sehr wichtigen Punkte kaum berücksichtigt. Es wird Euch zwar das "Recht ... auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit" zugestanden, aber wie hoch das nun ganz genau sein soll, wurde nirgendwo aufgeschrieben. Jedes Kind hat aber nun mal ein Recht darauf, daß seine Gesundheit ganz besonders geschützt wird.

Dieses Recht ist ein Beispiel für ÖKOLOGISCHE KINDERRECHTE. Durch sie soll genauer bestimmt werden, inwieweit der Staat für Euer körperliches und seelisches Wohlergehen verantwortlich ist. Es muß für den Staat selbstverständlich werden, daß er viel stärker als bisher auf die Giftstoffe in der Luft, dem Wasser und der Nahrung achtet. Es ist nämlich so, daß z.B. der Grad der Luftverschmutzung in vier Metern Höhe gemessen wird. Wer spielt schon in vier Metern Höhe? Die Werte, bei denen dann Smogalarm ausgelöst wird, richten sich nach einem gesunden, jungen, 75 kg schweren Mann. Eine Senkung der Werte, bei denen die Luftverschmutzung als gefährlich gilt, ist für Eure Gesundheit unheimlich wichtig. Ihr Kinder reagiert viel empfindlicher auf Gifstoffe, da Euer Körper noch nicht ausgewachsen ist. Viel zu viele von Euch leiden an Atemwegserkrankungen, weil die Luft nicht mehr sauber genug ist.

In die Flüsse werden immer noch Abwässer eingeleitet, die verhindern, daß man darin ohne Sorge schwimmen kann. Aber nicht nur zum Schwimmen sind Flüsse da. Viele Städte und Gemeinden nehmen ihr Trinkwasser aus dem Fluß. Dieses Uferfiltrat ist - wegen der Abwässer - nicht so sauber wie richtiges Grundwasser. In manchen Orten, die Trinkwasser aus Uferfiltrat gewinnen, wird den Müttern empfohlen, die Nahrung für ihre Babys nicht mit Leitungswasser zu kochen, weil die Babys sonst krank werden können.

Ihr seht, es gibt massenhaft Bereiche, für die es wichtig ist, daß es ÖKOLOGISCHE KINDERRECHTE gibt. In unserem Aktionskatalog haben wir unsere Gedanken aufgeschrieben, wie Ihr auf diese Rechte aufmerksam machen könnt und was Ihr tun könnt, um nicht ganz hilflos vor den Problem der Umwelt zu stehen.

Es gibt aber noch viel mehr Rechte für Kinder. Hier findet ihr noch viele Internetseiten, die sich mit Kinderrechten beschäftigen:


Ihr habt auch eine Geschichte, eine Idee, einen Wunsch zum Thema? Ihr wolltet immer schon mal etwas dazu sagen? Her damit, wir stellen es dann online!

Mailt an uns unter mail@kindergipfel.de oder schreibt an die Naturfreundejugend Deutschlands, Stichwort "Meine Idee", Haus Humboldtstein, 53424 Remagen