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Der Klima-Kindergipfel 2001

Der Klima-Appell der Kinder

Der Klimaappell

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kann mit dem real-Player angehört werden.
Der Text der Diskussion

Fotodokumentation

Präambel

Wir, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Klima-Kindergipfels 2001, haben uns am 17. und 18. Juli 2001 in Bonn mit unseren Erwartungen an die Weltklimakonferenz und die Klimaschutz-Politik in Deutschland beschäftigt.

Wir haben unsere Forderungen, aber auch unsere Selbstverpflichtungen in diesem "Klima-Appell der Kinder" zusammen gefasst.

Wir bieten der Weltklimakonferenz, der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland und allen Abgeordneten des Deutschen Bundestages an, diesen Vertrag mit uns zu schließen.

Forderungen

1. Wir fordern bessere Bus- und Bahnverbindungen, günstigere Fahrpreise und den Ausbau des Schienennetzes sowie des öffentlichen Nahverkehrs.

2. Wir fordern die Verwendung bereits bekannter sowie die Weiterentwicklung alternativer Treibstoffe (z.B. Solarenergie, Gas, Wasserstoff). Die Forschung auf diesem Gebiet soll unterstützt und verstärkt werden.

3. Wir wünschen uns weniger Flugverkehr. Deshalb fordern wir die Besteuerung von Flugbenzin.

4. Um den Schwerlastverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, fordern wir eine Straßengebühr für LKW.

5. Wir fordern den Bau von neuen und sicheren Fahrradwegen und die Reparatur der alten Fahrradwege.

6. Wir fordern mehr Unterstützung vom Staat für Wärmedämmung.

7. Wir fordern die Abschaffung der Massentierhaltung, damit der Ausstoß von Methan gesenkt wird.

8. Wir fordern Aufklärung zum Thema Klimaschutz an Schulen und Projekte dazu als Pflicht.

9. Wir fordern, dass mehr Energie aus Wasserkraft, Sonne und Windkraft gewonnen wird anstatt aus Kohle- und Atomkraftwerken sowie aus Erdöl und Gas. Dafür soll mehr Geld in erneuerbare Energien fließen.

10. Wir fordern die Bundesregierung auf, die ärmeren Länder beim Bau von Kraftwerken zu unterstützen, damit sie erneuerbare Energien nutzen können.

11. Für alle Dosen soll ein Dosenpfand eingeführt werden.

Selbstverpflichtungen

1. Um die Transportwege von Waren zu verkürzen, wollen wir regionale Produkte kaufen und unsere Eltern dazu anregen.

2. Wir wollen andere Leute dazu anregen, mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, und wir wollen es auch tun, weil dadurch weniger Energie verbraucht wird.

3. Wir verpflichten uns, möglichst viele Wege mit dem Fahrrad zu fahren, sobald sichere Fahrradwege gebaut sind.

4. Wir wollen unsere Eltern auffordern, häufiger Fahrgemeinschaften zu bilden, z.B. zum Elternabend in der Schule.

5. Wir wollen weniger Auto fahren und mehr öffentliche Verkehrsmittel benutzen, weil dann weniger Energie verbraucht wird.

6. Indem wir z.B. das Licht immer ausschalten, wenn wir den Raum verlassen, sparen wir Energie.

7. Beim Einkaufen werden wir darauf achten, möglichst wenig Verpackung mit zu kaufen. Außerdem wollen wir möglichst Lebensmittel in recyclebaren Verpackungen kaufen.

8. Wir wollen andere dazu anregen, auch Energie zu sparen.

9. Wir wollen mehr darauf achten, dass wir, wenn wir heizen, nur die Wohnung heizen und nicht für draußen, also keine Fenster, Türen usw. offen lassen.

10. Wir werden weniger Müll produzieren, damit weniger Müll verbrannt werden muss.

11. Wir wollen auf Vieles von dem, was heute so selbstverständlich auf Lastwagen herumgefahren wird, verzichten und ganz einfach mehr Dinge aus der Umgebung kaufen. Wir wollen mehr darauf achten, dass wir, wenn wir heizen, nur die Wohnung heizen und nicht für draußen, also keine Fenster, Türen usw. offen lassen.

Bonn, 18.07.01




Der Kindergipfel ist ein Projekt der Naturfreundejugend Deutschlands

und der Zeitschrift

mit Unterstützung durch

der Akademie Remscheid für musische Bildung und Medienerziehung
Letzte Änderung am 14.11.2001 durch Günter Klarner