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Der Kindergipfel 2000:
Experimental Theatre Foundation

Nach dem langen Tag der Diskussionen war es Zeit, ein wenig zu feiern. Im Abendprogramm trat die Experimental Theatre Foundation aus Mumbai in Indien auf, die schon am Workshop "Kinderrechte" als Fachleute teilgenommen hatten. Sie beschreiben ihre Arbeit so:

Informationen über die Experimental Theatre Foundation und ihr Engagement für arbeitende Kinder

Die Experimental Theatre Foundation ist eine bekannte indische Theaterorganiastion , die sich in ihrer Arbeit mit sozialen Fragen auseinandersetzt nach dem Grundsatz: Gesellschaft für das Theater und Theater für die Gesellschaft - Theater im Sinne von George Bernhard Shaw: "Theater sollte sich ernst nehmen als Gedankenfabrik, als Stätte der Gewissensbildung, als Wegweiser für soziales Verhalten, als Arsenal gegen Verzweiflung und Stumpfsinn und als Tempel für den Aufstieg des Menschen."

Bisher haben wir mehr als 50 Stücke auf der Bühne aufgeführt, z.B. Hamlet, die Drei-Groschen-Oper, The Exception & the Rule, The Proposal, indische Klassiker wie Bhagwatajjyukyam und zeitgenössische Stücke mit sozialem Inhalt.

Wir verwirklichen unseren Auftrag zeitnah, indem wir Straßentheater machen und Theater-Workshops veranstalten. Bisher haben wir mehr als 25 Straßentheaterstücke zu unterschiedlichen Themen angeboten (z.B. zu Kinderarbeit, Kinderrechte, Mitgift, Adoption und Kommunalisierung) mit insgesamt ungefähr 12 000 Aufführungen in Bombay, Maharashtra und in ganz Indien. Wir führten mehr als 100 Straßentheater-Workshops für NGOs (Non Governmental Organisations = Nicht-Regierungs Organisationen), GOs (Governmental Organisations = Regierungsorganisationen), Institutionen und Basisgruppen durch, die Theater als Medium für sozialen Wandel einsetzen wollen.

Innerhalb der Experimental Theatre Foundation nutzen wir das Theater als Medium des Wandels. So können Kinder in dem Kinderarbeits-Projekt School Jao Abhiiyaan zum Ausdruck bringen, was sie sind und was sie wollen. Wir haben 350 arbeitende Kinder aufgenommen und ihnen ermöglicht, in Schulen am Unterricht teilzunehmen. Wir haben mehr als 1000 Eltern, Lehrer und Arbeitgeber sowie 10 000 Bewohner der Gemeinde aufgerufen, die verlorenen Wurzeln von Kindern wiederzubeleben. Wir haben eine Kampagne gegen Kinderarbeit gestartet; dazu gehört eine Ausbildungsstrategie, ein Programm zur Mobilisierung und Befähigung von Kindern, Bewußtseinsbildung, schulische und außerschulische Erziehung.

Mera Bachpan (Meine Kindheit)
Zum Programm
Die Aufführung veranschaulicht, wie Kinder ihre Zukunft sehen. Sie begeben sich in Szenen, Dialogen und Mimik auf eine Reise durch ihr gegenwärtiges Leben, das hinführt zu dem Leben, das sie sich wünschen. In der Aufführung lehren Vögel, Natur und Tiere die Kinder, ihre REchte, Einheit, Frieden und Liebe in der Welt zu erkennen.

Die Handlung
Die Vögel (Schauspieler) suchen nach einem Ort, wo sie unterkommen können, z.B. nach einem Haus; sie können aber keines finden. Dann unterhalten sich die Vögel, dass sie früher so viel Platz hatten, an dem sie bleiben konnten (ein Zuhause), der sauber und ordentlich war und an dem es frische Luft zum Atmen gab. Heute aber gehören wir nirgendwo hin, wir müssen sogar um unser Überleben fürchten. Wir haben weder Obdach, noch Esssen, weder frische Luft noch all die anderen Dinge, die wir für das Überleben brauchen. Dann sagt einer der Vögel: "Hey, der Mensch ist stärker, er hat uns das alles angetan. Er ist die eigentliche Ursache für dieses Ungleichgewicht." Darauf fragen die anderen, ob die Menschen denn für ihre Kinder sorgen. Der erste Vogel sagt: "Nein, sie tun ihren Kindern das Gleiche an, sie haben kein Verständnis für Natur, für Kindheit und das Recht auf Freiheit." So wird die Botschaft von Freiheit vermittelt, vom Überleben, vom Erleben der KIndheit in Friede und Harmonie, in Liebe und Zuneigung und im Einklang mit der natürlichen Umwelt (Ökö-Gleichgewicht).


Die NDERE-Kids wurden vermittelt vom:




Der Kindergipfel ist ein Projekt der Naturfreundejugend Deutschlands

und der Zeitschrift

mit Unterstützung durch

der Akademie Remscheid für musische Bildung und Medienerziehung
Gefördert durch die Stiftung Jugendmarke

Letzte Änderung am 02.04.2001 durch Günter Klarner