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Der Kindergipfel 2000:
Reaktionen auf den Zukunftsvertrag


Gerhard Schröder

Bundeskanzler

09.November 2000

Liebe Kinder und Jugendliche,

der Bundeskanzler hat mich gebeten, euch diesen Brief zu schreiben. Er möchte sich noch einmal herzlich für die Überreichung des Zukunftsvertrages auf dem Kindergipfel bedanken. Über euer Interesse an der Natur und euer Engagement hat er sich sehr gefreut. Es ist stets zu begrüßen, wenn sich Kinder und Jugendliche schon frühzeitig mit den Problemen unserer Zeit auseinandersetzen. Ihr habt dem Bundeskanzler einen "Fragen-Fisch" überreicht.


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Ein Kind wünscht sich Solarzellen.
Die Bundesregierung hat ein 100.000-Dächer-Programm verabschiedet. Mit diesem Programm wird es staatlich gefördert, wenn jemand in Solarzellen investiert und damit Energie erzeugt, die er in das öffentliche Stromnetz einspeist.

Ein Kind wünscht sich, dass mehr Delfine gerettet und nicht eingesperrt werden sollen.
Ich teile die Auffassung, dass wir alle eine ganz besondere Verantwortung für die Erhaltung der Walbestände, wozu auch Delfine zählen, haben, denn es gibt vielfältige Bedrohungen der Walbestände, insbesondere durch Fang und Verschmutzung der Meere.
Die Bundesregierung wird auch in Zukunft auf einen sicheren Schutz der Walbestände bestehen. Sie wird sich weiterhin mit allen verfügbaren Mitteln in der Internationalen Walfangkommission (IWC), in der Deutschland seit 1982 Mitglied ist, für die Wale und die Erhaltung der Ökosysteme in den Weltmeeren einsetzen.

Ein weiterer Wunsch ist, dass die Gewässer nicht so verschmutzt werden sollen und die Tiere nicht durch eine Ölpest sterben. Außerdem sollen weniger Giftmüllentladungen in die Meere stattfinden.
Die Bundesrepublik ist auf dem Weg einer dauerhaft umweltverträglichen Wasserwirtschaft ein gutes Stück weiter gekommen. Beispielsweise sind Flüsse und Seen in Deutschland sauberer geworden. Giftmüllentladungen in die Meere sind illegal und daher genau wie eine Ölpest durch Schiffshavarien nicht vorhersehbar und nicht im voraus zu bekämpfen. Wenn es zu einer Katastrophe kommt, müssen die zuständigen Behörden und Tierschutzorganisationen schnell handeln, um den für die Natur entstandenen Schaden zu begrenzen.

Der Wunsch mehrerer Kinder ist es, dass die Menschen lernen sollen, im Einklang mit der Natur zu leben, dass die Natur nicht mehr so verschmutzt wird und dass Politiker dafür sorgen sollen, dass uns die Natur erhalten bleibt.
Die Bundesregierung hat eine gannze Reihe von wirksamen Maßnahmen eingeführt, die der Umwelt zugute kommen. Beispielsweise fördert das Erneuerbare-Energien-Gesetz die Energieerzeugung aus Windkraft und anderen natürlichen Energiequellen. Auch der Atomausstieg soll Mensch, Tier und Natur vor den Risiken der Kernkraft schützen. Außerdem hat die Bundesregierung Mittel für Investitionen in die Schiene bereitgestellt. Es ist jedoch nicht nur Aufgabe der Politiker, die Umwelt zu schützen, sondern jeder Bürger kann und soll in seinem Rahmen mitwirken. Wenn möglichst viele mitmachen, können alle gemeinsam viel zum Schutz der Natur und der Umwelt erreichen.

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag

Eva Delonge




Der Kindergipfel ist ein Projekt der Naturfreundejugend Deutschlands

und der Zeitschrift

mit Unterstützung durch

der Akademie Remscheid für musische Bildung und Medienerziehung
Gefördert durch die Stiftung Jugendmarke

Letzte Änderung am 06.06.2001 durch Günter Klarner