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und ihre erwachsenen Gäste aus Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft schließen am
29. September 1991 in der Paulskirche zu Frankfurt am Main
den nachstehenden Generationenvertrag:
1. Zum Geist des Vertrages
,,Ich mag die Pusteblume, weil man aus einer
Pusteblume viele machen kann. (Charlotte Schlenker, 7 Jahre,
in ihrem Gedicht zum natur-Kindergipfel)
,,Gibt es zur Ergänzung unserer Ziele
Dringlicheres als den Schutz der Natur in ihrer Rechtlosigkeit?
Haben wir eine größere Aufgabe, als die Schöpfung zu
bewahren und damit die Nachwelt zu schützen?
Ich kenne keine. (Bundesprasident Richard von Weizsäcker 71
Jahre, in seiner Rede zur deutschen Einheit am 3. Oktober
1990)
2. Der natur-Kindergipfel-Generationenvertrag
Die Kinder des natur-Kindergipfels 1991 und ihre
erwachsenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
schließen nach eingehenden Diskussionen auf den vorbereitenden
Treffen im ganzen Land und den Gesprächen während ihrer
Konferenz am 28. und 29. September 1991 in der Paulskirche zu
Frankfurt am Main den nachstehenden Generationenvertrag:
Wir sind eine Welt.
Die Kinder haben das Recht auf eine Zukunft in
Frieden, auf eine Welt mit sauberem Wasser, reiner Luft und
gesunder Natur. Leben ist wichtiger als Geld. Die
Erwachsenen erwarten im Alter von den Kindern Rücksicht.
Die Kinder erwarten von den Erwachsenen Vorsicht für ihre
Zukunft.
Die Erwachsenen, die diesen
Generationenvertrag unterschreiben, verpflichten sich:
1.
Ich werde alles tun, daß wir einer lebenswerten
Welt, wie sie sich die Kinder wünschen, näher
kommen. Ich nehme die Gedanken, die Visionen und Wünsche
der Kinder ernst. Nach Ablauf von zwölf Monaten werde ich den
Kindern erneut für ein Gespräch zur Verfügung stehen,
um zu berichten, was ich für dieses Ziel getan habe.
2.
Ich werde mindestens eine der im
Anhang dieses Vertrages von den
Kindern aufgelisteten Forderungen als Privatperson oder in meinem
Beruf erfüllen. Welchen Kinderwunsch ich erfülle, gebe
ich bekannt.
3.
Ich werde diesen Generationenvertrag an
mindestens zwei weitere Persönlichkeiten des öffentlichen
Lebens weitergeben, um diese ebenfalls für die
Unterzeichnung zu gewinnen.
Schlußerklärung:
Der natur-Kindergipfel will ein Sprachrohr für
die Kinder sein, die zu ihrer Zukunft bisher nicht gehört
wurden. Erwachsene haben daher lediglich bei der Formulierung der
vorstehenden Zeilen mitgewirkt. Sämtliche Wünsche,
Forderungen und Visionen sind von den Kindern selbst
aufgeschrieben worden.
Die Liste aller Unterzeichner wird veröffentlicht.
Paulskirche zu Frankfurt am Main, den 29.
September 1991
Die Unterzeichner des Vertrages
| für die Kinder des Kindergipfels |
für die Erwachsenen des natur-Kindergipfels 1991 |
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